Wie eine Stilberatung die Einstellung zu unserem äußeren Erscheinungsbild verändern kann

Wenn ich die Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, zum ersten Mal sehe, fällt mir meist sofort etwas an ihnen auf, das sie in ihrem Erscheinungsbild besonders und einzigartig macht. Das können unverwechselbare Gesichtszüge, besondere Eigenfarben, eine ganz spezielle Haarstruktur oder eine bestimmte Ausstrahlung sein – oder etwas völlig anderes. Im Gespräch mit den Kund*innen erfahre ich dann oft, dass genau diese Besonderheit etwas ist, das sie selbst eher kritisch sehen – meist einfach deshalb, weil es sie von anderen Menschen (und dem, was sie als „normal“ bewerten) unterscheidet, sie in ihrer eigenen Wahrnehmung irgendwie „anders“ aussehen lässt – und das empfinden sie dann eher als negativ. Sie möchten nicht aus dem Rahmen fallen, nicht „anders“ sein als alle anderen – denn das kollidiert mit unserem urmenschlichen Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass uns von außen sehr oft vermittelt wird, wie wir zu sein und auszusehen haben: In einer Gesellschaft, in der wir täglich von allen Seiten mit vermeintlichen Schönheitsidealen konfrontiert werden, fällt es uns dann natürlich nicht leicht, eigene äußerliche Besonderheiten nicht als Abweichung von der Norm oder gar „Schönheitsfehler“ zu bewerten.

Die intensivsten und freudvollsten Momente in der Stilberatung sind für mich als Beraterin die, in denen sich diese kritische Haltung der Kund*innen zu sich selbst spürbar wandelt, weil sich beim Auflegen der verschiedenen Material- und Mustertücher vor dem Spiegel der individuelle Stiltyp eines Menschen in seiner einzigartigen Schönheit zeigt. Nach einem Moment der Irritation (dabei gibt es alle Reaktionen in allen Abstufungen von „Dieses Material steht mir wirklich unfassbar gut!“ bis „Wer ist das da im Spiegel?!“) wandeln sich die vormals kritischen Blicke in zuerst ungläubiges, dann unverhohlenes Erstaunen („Ich hätte nie gedacht, dass ich so aussehen kann!“) und ein glückliches Lächeln („Wow! Ich gefalle mir gerade genauso wie ich bin!“). In diesen Schlüsselmomenten werden die so lange als „unordentlich“ oder „störrisch“ bewerteten Locken in Kombination mit den passenden natürlichen Materialien plötzlich erstmals als Ausdruck der eigenen Kraft und Wildheit gesehen, oder die vermeintlich „zu lange“ Nase erscheint im Zusammenspiel mit den charakteristischen Stoffen und Linienführungen eines stark historisch geprägten Stilprofils zum ersten Mal als ein edel anmutender Ausdruck natürlicher Autorität.

Meiner Erfahrung nach kann die Stilberatung nach ImagoBerlin tatsächlich dazu beitragen, Menschen zu mehr Selbstannahme und Selbstliebe zu verhelfen, indem sie dazu einlädt, uns in unserer Einzigartigkeit zu erkennen, zu zeigen und zu feiern – und das finde ich persönlich unendlich wertvoll.

Ein Kommentar zu „Markenzeichen statt Schönheitsfehler“

  1. Steffi

    „…uns in unserer Einzigartigkeit zu erkennen, zu zeigen und zu feiern“ – Ja und genau das schätze ich so sehr an deinen Beratungen. Du befähigst Menschen, sich in ihrer Einzigartikeit zu erkennen, du unterstützt sie dabei, diese Einzigartikeit zu zeigen und feiern, anstatt sie durch feste Vorgaben erneut einzuengen.
    Eine Beratung mit dir ist ein wundervolles Fest der Selbsterkenntnis und Selbstannahme. Danke für die Klarheit, die sich seitdem für mich durch mein Leben zieht und die Freude, mit der ich heutzutage in den Spiegel blicke.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.