Warum eine Farb- und Stilberatung
gerade für Bräute in spe sinnvoll ist

„Wieso braucht eine Braut eine Farb- und Stilberatung? Die Farbe des Kleides ist doch sowieso gesetzt, und in puncto Accessoires und Schmuck bleibt da ja nicht gerade viel Spielraum…!“

Nun ja…doch.

Zuerst einmal: Ob die Farbe des Kleides tatsächlich „gesetzt“ ist, kann in diesen Zeiten ja zum Glück die Braut selbst entscheiden. Und selbst wenn es „das weiße Kleid“ (zur Präzision dieser Aussage Näheres im nächsten Absatz…) sein soll: Wenn Material, Schnitt, Linienführung, Glanzgrad und Gesamtaussage des Kleides zu der Person passen sollen, die es trägt, wenn eine Braut den Wunsch hat, an diesem wichtigen Tag ganz und gar authentisch zu sein, sich selbst in ihrer strahlendsten Version zu zeigen und sich nicht „verkleidet“ zu fühlen, dann kann eine Farb- und Stilberatung nach ImagoBerlin für sie sehr hilfreich sein.

Viele Frauen haben den Wunsch, am Tag ihrer Hochzeit „das weiße Kleid“ zu tragen – und das finde ich absolut nachvollziehbar. Wann im Leben hat man dazu schon sonst Gelegenheit?

Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Begriff „Weiß“ hier oft überaus unklar verwendet wird: Wenn das „weiße“ Hochzeitskleid angekündigt war, habe ich am Tag der Trauung schon alles von Creme, Wollweiß, Eierschalenfarben, Beige, tasächlichem Reinweiß – und alle Nuancen dazwischen (!) – gesehen.

Und ob man es glaubt oder nicht: Die Wahl der richtigen Nuance macht einen riesigen Unterschied, wenn es darum geht, am lange erwarteten Tag frisch und strahlend zu erscheinen!

In den Farbberatungen nach ImagoBerlin sind die Kund*innen immer sehr überrascht, wenn sie erleben, welch große Wirkung auf Ihren Teint und ihre gesamte Ausstrahlung es hat, wenn sich nur eine winzige Kleinigkeit in der Farbtemperatur, im Lichtwert oder der Intensität einer Farbe ändert. Das ist ja eben der Grund, warum wir individuelle Farbpässe erstellen: Farben kann man sich nicht „merken“. Die wichtigen Unterschiede sind oft so fein, dass nur der direkte Vergleich mit dem Farbpass zur Wahl der für diesen Menschen richtigen Farben beim Einkaufen führt.

Beim Thema „weißes“ Hochzeitskleid zeigen sich diese kleinen Unterschiede leider oft dramatisch, wenn die für genau diese Braut passende Variante des Sammelbegriffs „Weiß“ nicht im Vorfeld exakt ermittelt wurde: ein Teint, der in Creme wunderbar aussieht, wird von einem Reinweiß oft einfach „erschlagen“. Ein Hautunterton, der in reinem Weiß erstrahlt, verliert bereits in Wollweiß merklich an Frische. Oft führt die Unkenntnis dieser Effekte dann am Ende dazu, dass die Braut „passend geschminkt“ wird: Der authentische Teint wird dann mit einem Make-Up überlagert, das zwar zum Brautkleid, aber nicht zur Person passt. Das finde ich – gerade an diesem Tag (!) – extrem schade.

Zum Thema „weißes Brautkleid“ gibt es aus meiner Sicht als Beraterin generell eine gute und eine schlechte Nachricht:

Zuerst die schlechte:

Ein Erfahrungswert aus den Beratungen ist, dass es nicht wenige Menschen gibt, deren Farbprofil ausschließlich mittlere und/oder dunkle bis sehr dunkle Lichtwerte aufweist; in den Lichtwerten Hell, Licht oder gar Eis kommen diese Personen mit ihren individuellen Eigenfarben gar nicht wirklich zur Geltung. In einem solchen Fall frage ich die Braut in spe zuerst einmal, ob sie sich vorstellen kann, nicht „ganz in Weiß“ zu heiraten, sondern am Tag ihrer Hochzeit in einem Traumkleid in einer ihrer individuellen besten Farben zu strahlen. Es kann ein Ausdruck von Authentizität und Selbstbestimmung sein, mit den vermeintlichen Erwartungen der anderen zu brechen und stattdessen zu zeigen, wer man ist, und dies als besondere Möglichkeit zu nutzen, sich am Tag der Hochzeit selbst zu feiern.

Und gleichzeitig ist mir eines ganz wichtig: mit den eigenen Erwartungen, Wünschen und Träumen, die mit diesem Tag verbunden sind, muss bei mir niemand brechen!

Wenn es der Traum der Braut ist, das „weiße Kleid“ zu tragen, dann sehe ich meine Aufgabe als Beraterin darin, sie darin mit all meinem Wissen über Farbe und Stil zu unterstützen.

Und hier wären wir dann bei der guten Nachricht:

Mit einem Kleid, das in puncto Farbgebung die für diese Person vorteilhafteste Variante von „Weiß“ aufweist, das das individuelle Stilprofil der Braut widerspiegelt und feiert, und mit den richtigen Accessoires, die in den besten Farben dieser Frau ihren ureigenen Stil aufgreifen, kann man hier wahre Wunder vollbringen – auch wenn das eigentliche Farbprofil sich lichtwertmäßig nicht unbedingt im hellen Bereich bewegt.

Im Universum der Hochzeitskleider finden wir nach der Stilberatung ganz sicher dasjenige, das so gut zur Braut passt, dass sie es am Hochzeitsmorgen mit dem Gefühl anziehen kann, dass dies einfach „ihr Kleid“ ist. Im Zusammenwirken mit den zum ganz besonderen Farbprofil und zur individuellen Stilrezeptur passenden Schmuckstücken und Accessoires wird dann der Traum vom weißen Kleid um eine Dimension reicher: Das Hochzeitskleid wird zur Möglichkeit des authentischen Selbstausdrucks der ureigenen Schönheit – und diese wunderbare Erfahrung wünsche ich jeder Braut.

5 Kommentare zu „Das Brautkleid als authentischer Selbstausdruck“

  1. Silke

    Toller Artikel! Nachdem ich ja schon die Farbberatung gemacht habe, die einfach nur toll war und mir die Augen geöffnet hat, werde ich mir diese Informationen ebenfalls zu Herzen nehmen. Nicht daß ich jemals vorgehabt hätte, in weiß zu heiraten, aber natürlich möchte ich die Schönste sein und diesen Tag für mich und meinen Liebsten unvergeßlich machen. Und vielleicht gehe ich ja auch noch einmal wegen einer Stilberatung zu Sandra – damit kann ich nichts falsch machen!

  2. Ja allerdings! Als Trau-Rednerin sehe ich ja naturgemäß viele, viele Brautkleider. Wenn ein Kleid „ihr Kleid“, also DAS Kleid schlechthin für die Braut ist, dann ist sie an diesem Tag die schönste Frau der Welt. Der Moment in dem die Braut am Arm des Vaters (Bruders, Opas…) ihren perfekten ersten Auftritt hat, ist jedes Mal um so berührender, wenn sie voller Selbstbewusstsein und Freude IHR Kleid trägt. Das ist dann übrigens oft der Moment an der Bräutigam, der ganz nah bei mir steht, vor glücklicher Überraschung hörbar aufseufzt und das erste Mal Tränen in den Augen bekommt 🙂

    Reinweiße Kleider sehe ich übrigens eigentlich gar nicht mehr. Aber ob es ein zartes Creme, ein spritziges Champagner, ein fast ins mutig bräunlich gehende Eierschalfarben oder ganz leichtes Puderrosa wird… wenn das Kleid das strahlende Gesicht der Braut noch unterstreicht – dann hat es seinen Job gemacht, und die strahlende Braut wird von ehrlich gemeinten Komplimenten nur so überschüttet…

  3. Britta

    Ich hatte diese Stilberatung vor ein paar Tagen! Was soll ich sagen, ein weißes Kleid ist es nicht geworden und es gibt auch keine funkelnden Accessoires.
    Dafür habe ich ein komplettes Outfit, welches man garantiert als wunderbares, farbenfrohes Statement in Erinnerung behalten wird, das mir fantastisch steht und auch bei anderen Gelegenheit bestimmt noch mal zum Einsatz kommt!
    An meinem Hochzeitstag werde ich mich deshalb auch garantiert nicht verkleidet fühlen und mit Sicherheit das Gefühl haben, das ich jeder Braut wünsche: schöner geht’s nicht!

  4. Cindy Richter

    Tatsächlich ist es mir schon öfter so gegangen, dass ich eine Braut sehr schön fand aber dachte, dass es nicht wirklich wie sie aussieht. Verkleidet, zu stark geschminkt und teilweise nicht individuell.

    Dieser Artikel erklärt wunderbar wie es zu diesem Eindruck kommt und ich werde, nachdem ich mich in der Farbberatung so gut aufgehoben gefühlt habe, auf jedenfall eine Stilberatung machen, bevor ich heirate!

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