Wie ein individueller Farbpass entsteht

Wenn ich jemandem erzähle, dass ich in meinen Farbberatungen mit wachsender Begeisterung Menschen zu „ihren“ Farben führe, sind viele meiner Gesprächspartner*innen zunächst kritisch – und das hat meist einen ganz bestimmten Grund: Viele Menschen finden es inzwischen problematisch, dass Beratungen dieser Art oft nach einem „Jahreszeitensystem“ ablaufen, und fragen sich, inwiefern ein System, das mit 4 oder 6 Farbtypen (Frühling, Sommer, Herbst und Winter; evtl. noch Frühling-Herbst und Sommer-Winter) auskommt, auf alle Menschen anwendbar sein soll und unser aller Individualität berücksichtigen kann.
Diese Kritik kann ich persönlich sehr gut nachvollziehen – und deshalb gehe ich in meinen Farbberatungen, die auf dem Farbsystem von ImagoBerlin basieren, so auch gar nicht vor.

Ich finde es im Gegenteil sehr spannend, mit meinen Kund*innen den umgekehrten Weg zu gehen: Anstatt den individuellen Menschen einem von 4-6 festgelegten Farbtypen zuzuordnen, wird in meiner Beratung mit Hilfe verschiedener Farbtücher sichtbar, welche Eigenschaften (Lichtwert, Farbtemperatur, Intensität, Farbgruppe) Farben haben müssen, um die Eigenfarben und die Ausstrahlung der jeweiligen Person optimal zu unterstreichen:
Welchen Lichtwert (Eis, Licht, Hell, Mittel, Dunkel oder Sehr Dunkel) und welche Intensität von intensiv bis sehr zart muss eine Farbe haben, um die Eigenfarben genau dieses Menschen, der hier zwischen Tageslichtlampen vor dem Spiegel sitzt, zum Strahlen zu bringen? Welche Farbtemperatur ist hilfreich, damit jemand frisch und gesund erscheint? Hat gerade diese Person vielleicht ein Lichtwert-Kontrastthema und gewinnt in einer Kombination von hellen mit dunklen Farben unglaublich an Präsenz? Welche Farbgruppen gehören in diese ureigene Farbpalette ? Ist es möglicherweise so, dass Rot- und Pinktöne generell nicht günstig sind, sondern dieser Mensch in einer Kombination aus „Meeresfarben“ wie Blau-, Blaugrün- Grau- und Silbertönen erstrahlt?

Am Ende jeder Beratung halten die Kund*innen dann ihren individuellen Farbpass in den Händen, den ich den jeweiligen Beratungsergebnissen folgend zusammenstelle. Keiner dieser Pässe gleicht dem anderen völlig – jeder ist so einzigartig und besonders wie der Mensch, für den er gemacht wurde – und das finde ich wunderbar.
Meine Erfahrung ist: Es gibt sie, die Farben, in denen Menschen ins Strahlen kommen – und diese Palette von „besten Farben“ ist so individuell wie wir.

8 Kommentare zu „Wie ein individueller Farbpass entsteht“

  1. Ursula

    Ich habe mich zur Farbberatung nur deshalb angemeldet weil ich nach der Lektüre des Buches „Mein schönstes Ich“ unbedingt eine Stilberatung buchen wollte und die Farbberatung Voraussetzung dafür war. Farblich war ich mir ganz sicher dass ich ein 100%iger Herbsttyp bin, war ich doch bereits darauf getestet worden und im Umgang mit diesen Farben sehr sicher. Frau Greeff hat mir sehr schnell, einfühlsam und eindrücklich gezeigt, dass meine Persönlichkeit nur mit den dunklen „Herbstfarben“ und nur im Zusammenspiel mit dunklen sanften kühlen Farben zur Geltung kommt und durch winzige Mengen von intensiven kalten Farben die Wirkung sogar nochmals gesteigert wird. Nie hätte ich dies für möglich gehalten! Ich sah plötzlich eine ganz andere Frau im Spiegel. Sogar ungeschminkt, mit grauem Haaransatz und nur den Tüchern um die Schultern sah ich richtig gut aus. Vielen Dank Frau Greeff für die wunderbare Beratung und das Heranführen an meine „Farbwelt“. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und den neuen wunderschönen Farbpass trage ich immer bei mir. So kann ich bei jedem Einkaufsbummel sofort erkennen ob die Farbe richtig für mich ist. Nur bei den vielen möglichen neuen Kombinationen muss ich noch etwas üben.

  2. Heike und Michaela

    Der Termin für meine Zwillingsschwester und mich war toll, Sandra ist eine absolut kompetente Beraterin. Sie hat von Anfang an darauf bestanden, jede von uns unabhängig von der anderen zu beraten und uns nicht als eine einzige Person zu sehen, die man zeitsparend zusammen „behandeln“ kann. Eine schöne und seltene Erfahrung für uns.
    Das Imago –System ist so differenziert, dass es sogar noch bei eineiigen Zwillingen Unterschiede herausarbeiten kann! Es hat uns das bestätigt, was wir schon immer geahnt haben und was früher zu großen Diskussionen und Unzufriedenheit beim Kleiderkauf geführt hat: Wir sind nicht zu 100 % identisch. Die Farbtemperatur und Farbintensität sind gleich, bei der Gewichtung der für uns optimalen Lichtwerte innerhalb des Farbprofils gibt es jedoch einen Unterschied. Und das hat großen Einfluss darauf, wie die Farben auf die jeweilige Person wirken. Das überholte Vier-Jahreszeiten-System hätte diese wichtigen Unterschiede nicht erkannt.
    Die Stilberatung steht noch aus, es zeigt sich allerdings schon jetzt, dass es auch hier Unterschiede geben wird. Wunderbar! Wir freuen uns deshalb sehr auf diese Beratung.

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